Die Versuchsergebnisse zeigen, dass die Feder aus 44Si2CrV-Stahl nach Abschrecken und mittlerem Anlassen sowie Entfernung der oberflächlichen Entkohlungsschicht bei Raumtemperatur Kriechen auftritt, sobald die auf die Feder wirkende Spannung den kritischen Kriechspannungswert überschreitet; je höher die Zug- (oder Scher-) festigkeit des Stahls ist, desto höher ist die kritische Kriechspannung. Für 44Si2CrV-Stahl, der bei 900 °C abgeschreckt und bei 500 °C angelassen wurde, beträgt die kritische Kriechspannung τ_cc = 700 MPa; bei Abschrecken bei 900 °C und Anlassen bei 380 °C beträgt τ_cc = 800 MPa. Zu Beginn des Kriechens ist die plastische Verformungsgeschwindigkeit hoch, anschließend sinkt sie stark ab, und nach einer bestimmten Zeit unter konstanter Spannung hört das Kriechen auf. Nach längerem Komprimieren und Abbruch der Kriechverformung dehnt sich die Feder nach 2 Stunden Haltezeit bei 200 °C und Luftkühlung in der freien Höhe aus, und unter der ursprünglichen Spannung beginnt das Kriechen erneut.