Mit Hilfe der thermodynamischen Berechnungssoftware Thermo-Calc, eines Rasterelektronenmikroskops, einer Zugprüfmaschine und anderer Geräte wurde eine vergleichende Studie zum Einfluss unterschiedlicher Al-Gehalte auf das Phasenumwandlungsverhalten, die Mikrostruktur und die mechanischen Eigenschaften von korrosionsbeständigem Stahl durchgeführt. Außerdem wurden elektrochemische Korrosionstests und Umgebungs-Korrosionstests durchgeführt, um die Korrosionsbeständigkeit von Prüfblechen mit unterschiedlichen Al-Gehalten zu untersuchen und zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen, dass bei Erhöhung von w[Al]von 0,5 % auf 1 % der Bereich der Zweiphasenzone Ferrit + Austenit im Prüfblech schrumpft, die Austenitbildungstemperatur von 1450 ℃ auf 1430 ℃ sinkt und die Ausscheidungstemperatur der Karbide von 760 ℃ auf 770 ℃ ansteigt. Die Erhöhung des Al-Gehalts hat einen erheblichen Einfluss auf die Ferritphase, beeinflusst aber die Ausscheidungsphasen im Stahl weniger. Die Erhöhung des Al-Gehalts fördert die Bildung der Ferritphase in der Mikrostruktur, obwohl sie die Neigung zur Körnervergröberung im Stahl erhöht, was zu einer geringfügigen Festigkeitsminderung führt, jedoch die Plastizität und die Zähigkeit bei niedrigen Temperaturen verbessert, insbesondere die Schlagzähigkeit. Die Erhöhung des Al-Gehalts trägt zudem zu einer positiven Verschiebung des Korrosionspotentials, einer Verringerung der Korrosionsstromdichte und einer Reduzierung der Korrosionsrate des Prüfblechs bei. Mit steigender Al-Konzentration nehmen die Dichte des Prüfblechs und der Anteil der schützenden Phase α-FeOOH in der Rostschicht zu, was das Eindringen des Korrosionsmediums (Cl⁻) effektiv verhindert, den Gehalt des Korrosionsmediums in der Rostschicht reduziert und somit die Korrosionsbeständigkeit des Stahls gegenüber mariner atmosphärischer Korrosion verbessert.