Diese Studie zeigt systematisch die dynamischen Entwicklungsgesetze der Mikrostruktur der weichen magnetischen Legierung Fe10Cr10Co während des thermoplastischen Verformungsprozesses auf und erläutert eingehend den multiskalaren Kopplungsmechanismus zwischen mikroskopischen Struktureigenschaften, mechanischen Eigenschaften und weichmagnetischen Eigenschaften. Die Versuche wurden mit einem 3T-Elektrohydraulikhammer durchgeführt, um die Verformungsverteilung und die Nachwärmekühlrate zu steuern. Die Proben wurden mit einem optischen Mikroskop, einer universellen Zugprüfmaschine und einem Gleichstrom-Magneteigenschaftsdetektor bei Raumtemperatur auf mehreren Skalen charakterisiert. Die Ergebnisse zeigen, dass bei einem ersten Verformungsverhältnis von 4,0 und einem zweiten von 2,56 die sandgekühlte Probe nach der Wärmebehandlung die höchste Strukturgleichmäßigkeit aufweist, mit einer kleineren durchschnittlichen Korngröße von 18,19 μm sowie der höchsten Streckgrenze von 345,0 MPa und einer Dehnung von 44,0 %. Bei einem ersten Verformungsverhältnis von 3,16 und einem zweiten von 3,24 weist die luftgekühlte Probe nach der Wärmebehandlung die geringste Strukturgleichmäßigkeit mit einer kleineren durchschnittlichen Korngröße von 13,66 μm und der höchsten Zugfestigkeit von 527,3 MPa auf. Bei denselben Verformungsverhältnissen weist die sandgekühlte Probe eine relativ gleichmäßige Struktur mit einer größeren durchschnittlichen Korngröße von 33,01 μm, der höchsten magnetischen Induktion, einer magnetischen Permeabilität von 5,288 mH/m sowie der geringsten Koerzitivkraft von 107,5 A/m auf. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die weiche magnetische Legierung Fe10Cr10Co durch ein Schmiedeverfahren mit großer Deformation beim ersten und kleinerer Deformation beim zweiten Schmieden sowie langsamer Abkühlung wirksam die Restspannungen in der Struktur abbaut und die Versetzungsdichte im anschließenden Wärmebehandlungsprozess reduziert, wodurch eine höchst gleichmäßige Mikrostruktur mit kleinerer Korngröße erzielt wird. Durch die Optimierung dieser Mikrostruktur wurde eine synergistische Verbesserung der mechanischen und weichmagnetischen Eigenschaften erreicht.