Mittels Rockwell-Härteprüfung, EBSD, XRD und TEM-Charakterisierung wurden Unterschiede in Härte und Mikrostruktur der inländischen und deutschen 23MnNiMoCr54-Kettenglieder aufgedeckt. Die Ergebnisse zeigen, dass die deutschen Kettenglieder aufgrund des vollständig aus Schrott bestehenden Elektroofen-Schmelzprozesses höhere Gehalte an restlichen Elementen wie Cu und N aufweisen; die mittlere Härte beträgt 41,32 HRC bei einer Spanne von nur 0,85 HRC, was die höchste mittlere Härte und die geringste Härteschwankung bedeutet. Der hohe N-Gehalt führt zu einer erhöhten Dichte der Ausscheidungsphasen, der Zener-Pinneffekt verfeinert die Größe der ursprünglichen Austenitkörner auf 13,66 μm und erhöht den Anteil an Hochwinkelkorngrenzen auf 38,3 %, was zusammen die Versetzungsbewegung erschwert und die höchste Härte der deutschen Kettenglieder verursacht. Während des Mittelwellenhärtungsprozesses überschreitet die Oberflächentemperatur des Werkstücks die Curie-Temperatur, die Dichte der Oberflächenwirbelströme nimmt zu, die Austenitisierungstemperatur steigt, wodurch sowohl deutsche als auch inländische Kettenglieder eine Kornvergröberung im ursprünglichen Austenit an den Rändern und eine erhöhte Versetzungsdichte zeigen. Diese Studie bietet eine theoretische Grundlage für die Weiterentwicklung der Schmelz- und Wärmebehandlungstechnologie für inländische Bergbaumaterialien und ist wichtig für die Förderung der Importsubstitution bei wichtigen Ausrüstungskomponenten im Bergbau.