Die Auswirkung verschiedener Wärmebehandlungsverfahren auf die Härtbarkeit von 20CrMnTiH-Gangstahl mit w [B] von 0,0018 % und 0,0051 % wurde untersucht. Die Löslichkeitsprodukte im Ti-Al-B-N-System wurden theoretisch berechnet, dabei wurde bestätigt, dass Bor in den für die Versuche verwendeten Warmwalzstäben in wirksamer Form vorliegt. Es wurden das Gefüge sowie die Härteverlaufskurven am Ende im warmgewalzten Zustand, bei zwei verschiedenen Sphäroidisierungsanlassen (600, 650 ℃) und im normalisierten Zustand untersucht und verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Wärmebehandlungsverfahren die Härtbarkeit des Stahls signifikant beeinflusst, und zwar in folgender Rangfolge der Leistung: Normalisiert > Warmgewalzt > Sphäroidisierglühen (600 ℃) > Sphäroidisierglühen (650 ℃). Die Analyse zeigt, dass dieser Unterschied hauptsächlich auf das Lösungsverhalten von Bor im Zementit zurückzuführen ist. Beim Sphäroidisierglühen bei höherer Temperatur löst sich mehr Boratome im Zementit, und im nachfolgenden Austenitisierungsprozess kann dieser Teil des Bors nicht innerhalb kurzer Zeit ausreichend an die Austenit-Grenzen rückgelöst werden, um die Härtbarkeit zu verbessern, was zu einer Verringerung der Härtbarkeit führt. Die Studie macht deutlich, dass im Zementit gelöstes Bor ein Schlüsselfaktor für die Beeinflussung der Härtbarkeit von borhaltigem Gangstahl nach der Wärmebehandlung ist und liefert eine wichtige Grundlage für die Optimierung des Wärmebehandlungsprozesses, um die Vorteile von Borstahl voll auszuschöpfen.