Die Meltflow-VAR-Software wurde in Kombination mit dem tatsächlichen Prozess und der Struktur Analyse verwendet, um den vakuum-selbstverbrauchenden Schmelzprozess des GH4350-Legierungsgusses mit 350 mm zu untersuchen. Die Studie umfasst hauptsächlich den Einfluss verschiedener Schmelzprozessparameter auf die Form des Schmelzbeckens und die makroskopische Verteilung der Elemente. Es wurde der Einfluss der Schmelzgeschwindigkeit und der Heliumkühlung auf die makroskopische Verteilung der Elemente und den Sekundärverzweigungsabstand des Gusses untersucht. Ziel der Studie ist es, numerische Simulationsmethoden zur Prozessoptimierung des vakuum-selbstverbrauchenden Schmelzprozesses der GH4350-Legierung anzuwenden und theoretische Leitlinien für die praktische Produktion bereitzustellen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei dem GH4350-Guss hauptsächlich Ti-, Nb- und Ta-Elementseigerungen vorherrschen. Die Schmelzgeschwindigkeit in der Stabilitätsphase hat einen wichtigen Einfluss auf die Gesamtqualität und die Eigenschaften des Gusses. Mit steigender Schmelzgeschwindigkeit verschärft sich die makroskopische Elementseigerung im Gusskopf, und der Sekundärverzweigungsabstand im Kopf vergrößert sich. Änderungen der Schmelzgeschwindigkeit in der Stabilitätsphase beeinflussen das Schmelzbadvolumen nach dieser Phase und haben somit großen Einfluss auf die thermische Versiegelungsphase. Wenn die Schmelzgeschwindigkeit von 1 kg/min auf 5 kg/min erhöht wird, steigt der Wert von w[Ta]von maximal 6,3 % auf 7,6 %. Das Hinzufügen von 800 Pa Helium-Kühlungsdruck verringert die makroskopische Elementseigerung; der Sekundärverzweigungsabstand im Zentrum des Gusses verringert sich von 86~115 μm auf 56~107 μm, und w[Ta]sinkt von maximal 7,3 % auf 6,5 %. Für stark ausgelagerte Elemente wie Ti, Nb und Ta verringert das Hinzufügen von Heliumkühlung die makroskopische Seigerung signifikant. Die Erhöhung der Schmelzgeschwindigkeit hat einen größeren Einfluss auf die Gussqualität als das Fehlen einer Heliumkühlung.